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Tarifvertrag vergütung friseurhandwerk nrw

Die tägliche Arbeitszeit wird durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) auf der Grundlage der europäischen Regelungen festgelegt. Der Arbeitgeber entscheidet über die Verteilung der Arbeitszeit. Für den Fall, dass ein Betriebsrat besteht, haben die Arbeitnehmervertreter Mitbestimmungsrechte. Das Gesetz erlaubt es bestimmten Sektoren, von den Arbeitszeitregelungen (wie in der verarbeitenden Industrie) und den Ruhezeiten (z. B. in Krankenhäusern, in der Pflege, in Hotels und Restaurants) abzuweichen, und erlaubt auch Abweichungen über Tarifverträge. In der Regel definieren sektorale Tarifverträge die monatliche oder wöchentliche Arbeitszeit, die Zahl der Feiertage und die Stunden schicht-/nachtarbeit. Ein neuer Trend ist der Abschluss von Arbeitszeitkonten oder urlaubsregelungen durch sektorale Tarifverträge. Öffnungsklauseln in Tarifverträgen können Abweichungen auf Unternehmensebene zulassen. Auf Betriebsebene spielen die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und die von den Arbeitnehmervertretern und der Geschäftsleitung geschlossenen Betriebsvereinbarungen die dominierende Rolle bei der Abrechnung von Arbeitszeiten, Überstundenregelungen, flexiblen Arbeitszeitregelungen oder mobilem Arbeiten. Das Tarifgesetz sieht vor, dass nur Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen Tarifverträge rechtlich abschließen können. Die abgeschlossenen Vereinbarungen sind verbindlich und werden von allen Vollmitgliedern einer Arbeitgeberorganisation angewandt. Das vorherrschende Merkmal der Tarifverhandlungen in Deutschland sind sektorale Tarifverhandlungen, und Vereinbarungen werden in der Regel auf regionaler Ebene abgeschlossen.

Vereinbarungen mit einem einzigen Arbeitgeber, die von einem Unternehmen oder einer Firma und einer Gewerkschaft geschlossen werden, sind von geringer Bedeutung. Repräsentative Umfragedaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB zeigen keinen Anstieg der Vereinbarungen auf Unternehmensebene in den letzten Jahren. Nationale Tarifverträge gibt es im öffentlichen Sektor. Das vorherrschende Niveau ist die sektorale Ebene. Nationale (in geringem Umfang) und sektorale Tarifverträge (in zunehmendem Maße) enthalten Öffnungsklauseln zur Beilegung von Betriebsvereinbarungen (von Betriebsräten und nicht von Gewerkschaften) auf Betrieblicher Ebene. Die formale Verbindung zwischen der sektoralen und der betrieblichen Ebene besteht darin, dass die Gewerkschaften versuchen, auf Unternehmensebene die gleichen oder ähnliche Ergebnisse wie auf sektoraler Ebene zu erzielen. 2014 wurde eine weitere Runde von Tarifverträgen zur Bewältigung des demografischen Wandels abgeschlossen. In den letzten Jahren wurden bereits mehrere sektorale Vereinbarungen geschlossen (z. B. Stahlsektor, Chemiesektor).

Neu sind Vereinbarungen auf Unternehmensebene (z.B. Deutsche Bahn, Deutsche Telekom) und “kollektive Demografieverträge” im Dienstleistungsbereich, etwa in Krankenhäusern. Die Abkommen weisen ähnliche Eckpfeiler auf, wie die Einführung von Instrumenten für eine verbesserte Personalpolitik (Demografieanalyse, OHS-Tools, langfristige Arbeitszeitkonten für verschiedene Urlaubsoptionen, Optionen für einen reibungslosen Ausstieg am Ende einer Karriere, Telearbeit und Anreize für lebenslanges Lernen (z. B. Weiterbildungsssabbaticals). Alle Vereinbarungen sehen die Einrichtung eines so genannten “demografischen Fonds” (der auf langfristigen Arbeitszeitkonten ruht) zur Erleichterung von Vorruhestandsoptionen vor.